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14.12.2017
09.08.2017

Pferd des Tages, Freitag, 21. Juli: Damsey, die Wundertüte

von Jan Tönjes, Chefredakteur St.GEORG

Es ist nicht ohne Risiko, wenn man ein schon älteres Dressurpferd einem neuen Reiter gibt und es versucht noch einmal umzustellen. Mögen sie auch alle dieselben Lektionen abliefern, so gibt doch jeder Reiter seine Hilfen etwas anders. Und das muss das Pferd verstehen.

Als besonders verständnisvoll hat sich der Hannoveraner Hengst Damsey herausgestellt. 15 Jahre ist er alt und seit eineinhalb Jahren sitzt Helen Langehanenberg in seinem Sattel. Vorher ging der Deckhengst, der direkt hinterm Nordseedeich auf der Hengststation Jens Meyer in Dorum bei Cuxhaven steht, unter Steffen Frahm. Der hat ihn schon als junges Pferd geritten, auf Bundeschampionaten und der Weltmeisterschaft der Jungen Dressurpferde. Da schlug sich der Braune mit dem großen Auge und dem wachen Blick schon mehr als passabel: Finaaaaale, ohoh!

Besitzer des Hengstes ist das Ehepaar Louise und Douglas Leatherdale aus Kanada. Die beiden sind große Fans der Hannoveraner und haben viel für die Popularität des Zuchtgebiets jenseits des Atlantiks getan. Ende 2015 verstarb Douglas Leatherdale und als Steffen Frahm sich beruflich veränderte entschied Louise Leatherdale, dass Damsey von Helen Langehanenberg geritten werden sollte. Die wusste um das Risiko, ein bereits Grand Prix erfolgreiches Pferd zu übernehmen. Und auch um die Erwartungshaltung, die zwangsläufig aufkommen würde. Aber Helen ist nicht nur erfahren, sie ist auch cool. Sie hat sich alle Zeit gelassen, die der Hengst brauchte. Langsam hat sie sich an die verschiedenen Knöpfe herangetastet, die sie „drücken“ muss, damit es in der Prüfung klappt. 2017 hat sich das ausgezahlt: Internationale Bewertungen im hohen 70-Prozent-Bereich, Platz fünf bei den Deutschen Meisterschaften und jetzt Aachen. Mit seinem Sieg im HAVENS Pferdefutter Preis, dem CDI4* Grand Prix am Mittwoch, hat das Paar gezeigt, was es kann. Über 75 Prozent – eine Weltklassebeurteilung. Und im Grand Prix Special, dem Lindt-Preis, wurden sie Zweite hinter Isabell Werth und Emilio, den amtierenden deutschen Meistern. Helen Langehanenberg sagt, Damsey sei eine „Wundertüte“, voller Überraschungen. Und Besitzerin Louise Leatherdale ist extra aus den USA angereist. Sie war noch nie zuvor beim CHIO in Aachen. Nach beiden Ritten kullerten ein paar Tränen der Rührung über ihr Gesicht. Was sie nicht von pragmatischem Denken nach vorne abhält: Sie macht sich schon mal schlau, wo man in Göteborg noch Hotelzimmer bekommt. Denn gut vorstellbar, dass auf der Nominierungsliste des Dressurausschusses für die anstehenden Europameisterschaften in der schwedischen Hafenstadt, die Namen „Damsey/Langehanenberg“ stehen werden.

Damsey lässt das übrigens alles vollkommen kalt. Er hat’s gerne gemütlich, liegt in seiner Box, und kann sich über das hormongesteuerte Getue einiger seiner Geschlechtsgenossen nur wundern. Das ist nicht so seins. Aber wehe, wenn jemand mit einer Banane vorbeikommt und sie ihm nicht sofort anbietet. Dann ist er beleidigt!


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